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Cali – die Salsa-Hauptstadt Kolumbiens

Salsa spielt auch in Kolumbien eine sehr große Rolle, es gibt sogar einen eigenen Salsa-Tanzstil, der aus Kolumbien kommt, der Colombiana- oder Cali-Style. Dieser kolumbianische Stil zeichnet sich durch besonders schnelle Hüft- und Beinbewegungen aus.

Es gibt in Kolumbien eine Stadt, die sich als Salsa-Hochburg des Landes bezeichnet und dem Stil ihren Namen gegeben hat: Cali oder Santiago de Cali, die drittgrößte Stadt Kolumbiens. Hier ist der Salsa aus dem Alltag nicht wegzudenken und tönt aus allen Ritzen, ob aus Salsa-Clubs, aus Taxis, aus einem Waschsalon oder aus einer der hunderten von Salsa-Schulen: Salsa ist in dieser Stadt omnipräsent.

Daher wird Cali oft auch liebevoll als das Havanna Südamerikas bezeichnet, nicht zuletzt wegen seiner Dichte an Salsatecas (Salsa Clubs), die man sonst nur in Kuba oder Puerto Rico findet.

Salsa kam erstmals in den 1930er Jahren über das Radio in das Land, aber erst in den späten 60er und 70er Jahren erreichte Salsa in Kolumbien eine derart große Popularität. In Cali entstanden durch das Geld aus dem Drogenhandel neue Clubs und man holte die bekanntesten Stars der internationalen Salsa-Szene in die Stadt. So kamen im Jahr 1968 unter anderem der “King of Salsa”, der New Yorker Richie Ray, und die puertoricanische Salsalegende Bobby Cruz nach Cali. Seither gab es für die Caleños (wie die Bewohner Calis genannt werden) kein Halten mehr. Jeder wollte Salsa tanzen und es entwickelte sich ein ganz eigener Tanzstil. Den größten Einfluss auf den kolumbianischen Salsa-Tanzstil hatten dabei mit Sicherheit jener von Bobby Cruz und von Celia aus Kuba.

Im Gegensatz zum akrobatischen und blumigen Stil des karibischen Salsa werden im Cali-Stil vor allem die Hüften betont. Dafür werden die Schritte weniger gerade ausgeführt und große Armbewegungen spielen keine Rolle. Die Tänzer bewegen auch ihre Füße viel schneller, immerhin kann die Beinbewegung 50 Prozent schneller sein als bei anderen Salsa-Stilen.

 

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