Die musikalischen Einflüsse auf den heutigen Salsa

Dass Salsa das spanische Wort für Sauce ist, ist weitreichend bekannt. Welche Zutaten sich in dieser Sauce verbergen und wie deren Entstehungsgeschichte ist, wissen die meisten allerdings nicht.

Salsa hat nämlich durchaus nicht nur lateinamerikanischen Einfluss, sondern es kommen darin auch eine Prise europäischer Hoftänze, ein Schäuflein afrikanische Rhythmen und eine Handvoll amerikanischer Big Band Jazz vor. Die Basis der Sauce bilden allerdings Rhythmen aus Kuba und der Karibik.

Die erste Zutat ist der englische Country Dance, der seine Wurzeln im 16. Jahrhundert hat. Hier stehen sich die Tänzer paarweise gegenüber und haben kaum Körperkontakt. Dafür werden von einem Ansager teils sehr komplexe Figuren angewiesen.

Unter dem Namen Contredance wurde dieser Tanz auf den Europäischen Höfen zum offiziellen Gesellschaftstanz.

Eine weitere Zutat sind die Orisha-Tänze, die von den Sklaven aus Afrika in die Karibik mitgebracht wurden. Mit den Orishas wurden die unterschiedlichen afrikanischen Götter betanzt.

In den Zeiten des Kolonialismus kamen die Franzosen samt ihren Sklaven nach Kuba, nachdem sie Ende des 18. Jahrhunderts durch Plantagenaufstände vom heutigen Thaiti vertrieben wurden. Im Gegensatz zu den spanischen Sklaven durften die französischen ihre Traditionen beibehalten und auch religiöse Feierlichkeiten mit den Orisha-Tänzen ausleben. In Kuba trafen so beide großen Einflüsse des Salsa zusammen: Der Contredance der Kolonialisten und die Orishas der Sklaven.

In den Armenvierteln von Havanna und Matanzas entstand der afrokubanische Rumba als Variante der traditionellen afrikanischen Tänze, wodurch sich mit der Zeit verschiedene Stile entwickelten.

Der Danzón entwickelte sich aus dem Contredance, beeinflusst von afrikanischen Klängen und Rhythmen und erstmals im Jahr 1850 als eigener Tanz aufgeführt. Er war über einen langen Zeitraum der offizielle kubanische Tanz.

Im kubanischen Osten entsteht zur gleichen Zeit der Son, eine Mischung aus französischem Menuett, spanischem Bolero und afrokubanischen Einflüssen.

Im Jahr 1930 entstand aus Son, Danzo und afrokubanischen Rumba der Mambo in Kuba.

Der Latin Jazz ist eine Kombination aus Jazz und lateinamerikanischen Rhythmen.

Der heutige Salsa ist eine Fusion von Son, Danzón, Rumba, Mambo und Latin Jazz.